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Buchnotizen

Lionel Shriver: Liebespaarungen -erscheint am 12.März-

20. Februar 2009 , Geschrieben von Karen Veröffentlicht in #Beziehungen

Irina ist eine ca.  vierzigjährige  Kinderbuchillustratorin. Seit 10 Jahren lebt sie mit Lawrence, einem Politikwissenschaftler, zusammen. Er ist auf Dienstreise und überredet sie zu einem Abendessen mit ihrem gemeinsamen Bekannten Ramsey, einem Snookerspieler, der von seiner Frau verlassen wurde. Sie zieht sich bewusst unscheinbar und etwas heruntergekommen an, denn sie will nicht seine Aufmerksamkeit erregen. Doch sie fährt mit ihm nach Hause und raucht einen Joint mit ihm. Ein unbändiges Verlangen ihn zu küssen stellt sich ein...Tut sie es? Oder nicht? Welche Konsequenzen hat der Kuss? Oder die versäumte Gelegenheit?  In abwechselnden Kapiteln entspinnt L. Shriver zwei verschiedene Geschichten mit dem Gedanken: Was wäre wenn...?  

Eine Frau, die ohne einen Mann nicht leben kann und die große wahre Liebe sucht. Naiv und oberflächlich schlittert Irina  einerseits in ein Gefühlschaos, dem sie völlig ausgeliefert scheint. Ramsey erfüllt alle Klischees eines Machos, arrogant und beleidigend. Lawrence schaut viel fern und liebt alte Gewohnheiten. Sie spürt Defizite und würde gern etwas ändern, aber gleichzeitig nicht mit der Tür ins Haus fallen. Lawence zieht sich mehr und mehr zurück. Irina selbst aggiert in beiden "Geschichten"  sehr unterschiedlich.   Das ist für mich das Interessante an dem Roman, der beide Handlungsstränge im letzten Kapitel zusammenführt. Die Neugier muss groß genug sein, damit das Durchhaltevermögen beim Lesen ausreicht, denn die  Personen sind sehr einfach angelegt.

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Caro 02/26/2009 09:19

Also für mich hört sich das schon recht interessant an, quasi zwei Geschichten in einem Roman zu bekommen. Solche Liebeswirrungen sind ja zudem auch nicht unbedingt schlecht, auf der Suche nach dem eigenen Ich, so kommt es mir von der Beschreibung her vor. Und ich denke mal, dass das Ende dann ganz anders ausgehen wird, als erwartet, aber da lasse ich mich doch mal lieber überraschen.