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Buchnotizen

Anne Michaels: Wintergewölbe

4. Januar 2010 , Geschrieben von Karen Veröffentlicht in #Historische Romane

Ein wunderschönes Cover in orange, rot und grün. Und ein wunderbares Buch über viele verschiedene große Themen. Es geht auch um die Liebe, natürlich. Avery und Jean sind auf einem Hausboot  auf dem Nil. Avery betreut die Umsetzung des Abu Simbel Tempels. Sie finden keine Worte für ihr  Entsetzen  über den Raub der Heiligkeit und der Heimat von 50.000 Nubiern. sie  retten sich in ihre Liebe und erzählen sich Geschichten über ihre  Familien  und sich. Kennen gelernt haben sich die beiden in  dem  trocken  gelegten Flussbett des St. Lorenz Stromes. Es war Liebe auf den ersten Blick. Nach einer Tragödie trennen sich die  beiden. Jean  verbringt  ihre Zeit nun   mit einem Maler, Lucjan, der aus Warschau kam.    Das  Ende der  Geschichte  ist voller Hoffnung  und  ohne Schuldzuweisungen.
Die Art, wie erzählt wird und was erzählt wird, hat mir unglaublich gut gefallen. Klar und voller Sensiblität in einer Tiefgründigkeit, ohne abzuheben. Von  Kitsch keine Spur.  Manchmal fühlte ich mich so ganz fern an Virginia Woolf erinnert, wenn Anne Michels Landschaften beschreibt oder versucht Empfindungen auf die Schliche zu kommen und Gespräche darstellt. . Sie versucht das, wofür man nur schwer Worte findet, zu erzählen. Persönliches, Alltägliches verbindet sich mit dem Historischen. Drei große geschichtliche Tatsachen werden dursch das Erleben der Figuren im Roman geschickt von ihr verbunden: die Rettung des Felsentempels Abu Simbel am Ufer des Nils vor dessen Schauung zum Nassersee, die Flussbegradigung des Sankt Lorenz Stromes und der Wiederaufbau Warschaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Es geht immer wieder um Zerstörung und Wiederaufbau.

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