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Buchnotizen

Hans-Josef Ortheil: Die Erfindung des Lebens

10. Juli 2011 , Geschrieben von Karen Veröffentlicht in #Beziehungen

Da ich von seinem Roman "Die große Liebe" ziemlich angetan war, wandte ich mich nun diesem Buch zu. In rasender Geschwindigkeit gelesen und meiner Tochter hingelegt. ;-)

 

Die Hauptperson,  Ortheil als literarische Person, schildert ihre Kindheit und Jugend, den Absturz aus der Pianistenkariere in die eines Schriftstellers. Aber das macht nur die letzten Seiten des Romans aus. Das Ganze ist verwoben mit der Gegenwart des Schreibens dieser Erinnerungen in Rom, wo auch das vielversprechende Pianistenstudium dereinst erfolgte. So ein Schriftsteller ist ja beim Schreiben eines Romans nicht allein auf der Welt, also verhilft er nebenbei einem klavierspielenden Mädchen aus der Nachbarschaft in Rom zu einem öffentlichen Konzert.

 

Doch zurück an den Anfang. Da ist ein nicht sprechender Junge im Vorschulalter, der seiner Mutter, die er beschützen muss und nicht aufregen darf, nicht von der Seite weicht. Ein eigenartig anmutendes Paar in Köln. Die Mutter verstummte ebenfalls. Erst später erfährt man, dass sie 4 Jungen verlor. Der Vater arbeitet als Vermesser bei der Bahn. Ihm hat es der Junge zu verdanken, dass er aus diesem Verstummtsein heraus kommt und sich von seiner Mutter löst.

 

Ich mag die Art des Erzählens, die Bilder und die Sprache sehr. Schönes Buch.

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