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Buchnotizen

Lesen...Bücher...wann fing das an?

12. Oktober 2009 , Geschrieben von Karen Veröffentlicht in #Leben

Seit einigen Monaten beschäftige ich mich mit dem Lesen so generell und überhaupt. Einerseits heißt es, es würde weniger gelesen, andererseits hört man,  dass Lesen in unserer Informationsgesellschaft eine der wichtigsten Kulturtechniken überhaupt ist. Die Diskrepanz ist nicht neu. Seit dem Pisaschock viel diskutiert. *gähn*
Aber: Was hat es auf sich mit der Kunst des Lesenkönnens? Wie wird man zu einem, der gern liest?
Wenn ich so zurückdenke, dann fallen mir Bücher aus meiner Kinderzeit ein, die ich mir unheimlich gern von anderen vorlesen ließ.  Als ich nun endlich  die ersten Buchstaben konnte und selbst begann zu lesen, war ich unglaublich enttäuscht, dass ich die Sätze, die da standen gar nicht so gut verstand und nicht so  laß, wie das meine Oma konnte.
Später irgendwann begann ich Bücher regelrecht zu verschlingen. Es war eine guter Zufluchtsort sich in einen dicken Schmöcker zu vertiefen und einfach nicht ansprechbar zu sein für irgendwelche häusliche Pflichten.
Gepackt hatte es mich dann ganz und gar, als ich begann mich in irgendwelche populärwissenschaftliche Texte zu vertiefen und dort ganz systematisch Informationen herauszuziehen. Das war eine abgewandelte Form des Schulespielens irgendwie. Es ging um das ptolemäische Weltsystem, Kopernikus und Keppler. Ich verstand mehr und mehr worum es ging, suchte mir irgendwie Pfade im Text und entschlüsselte mir so Wissen. Das fand ich damals sehr spannend. 

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David Kern 08/19/2010 23:10



Nun aber weiß ich nochimmer nicht, was es mit der Kunst des Lesenkönnens auf sich hat. Es gilt doch, vom Besonderen aufs Allgemeine zu kommen, gewissermaßen induktiv, und bei deinem Text erahne
ich leider nicht, was außer dem biographischen Element von Nutzen für den Leser sei.


Aber gut, es ist ja ein Blog. Und da braucht's keinen Nutzen. Deine Seite ist schön gemacht im Übrigen, eigentlich ganz ruhig, und bei deinen Lesenotizen gibt es noch Hoffnung gegen jeden
Kulturpessimismus.


D.K.



Karen 08/20/2010 20:09



Vielleicht liegt der Nutzen einfach darin,  dass man sich an seine eigene Leserbiographie erinnert und sich  dazu hier  in Form eines Kommentars äußert. Es gibt oft  Knicke
und Brüche in denen so mancher das Interesse am Roman  oder auch am Sachbuch gänzlich verliert.  Zur Lesebiografie  gibt es  in der Germanistik einen Forschungszweig. Der
basiert auf solchen Erinnerungen.
Es gibt eine ganze Menge  Menschen, die keinen Zugang zum Lesen mehr  finden können. Immerhin sind fast  25 % der Jugendlichen um 15 Jahre nicht mehr  in der Lage einen Text
in seinen Grundzügen zu verstehen. Wem  passiert so  etwas?


Danke für das nette Kompliment. Irgendwann kommen auch wieder die Buchcover neben  die kleinen Notizen.  Eigenartig, dass so eine Seite  tatsächlich  die Ruhe,  die ich
tatsächlich sehr genieße und die ich mir auch  zu erhalten versuche "abstrahlt" ;-)


Tja, manchmal glaube ich, dass wir viel zu sehr  das  Negative sehen und die 75%  nicht genügen anschauen, die es ja auch gibt.



mronda 01/04/2010 12:20


Zunächt liebe Grüsse zum Jahresanfang - es freut mich, von anderen Bücherwürmern zu lesen. Das Angenehme mit Büchern ist, dass es da wirklich keine Grenzen gibt - heutzutage, wo do überall mit
Grenzenlosigkeit geworben wird.
Viel Spass beim Lesen und vielleicht auf ein baldiges Wiederlesen - Stephanie.


Karen 01/04/2010 12:28


Danke,
auch dir alles Gute zum neuen Jahr.
Bücher und Musik....wie viele Welten darin stecken!
Herzliche Grüße


Flug 11/30/2009 12:35


Bevor ich zur Schule ging habe ich bereits meine Eltern und Großeltern genervt und wollte immer wieder etwas vorgelesen bekommen und habe dann natürlich versucht das nachzumachen. Mit der Schule
und dem Unterricht fing ich schnell an selber zu lesen. Meine Mutter meinte, ich wollte einfach nur wissen, was in der Fernsehzeitung steht und ich hätte deshalb so schnell gelernt.
Da TV aber sonst bei uns Mangelware war und ich nach einem halben Jahr Schule bereits die ersten Bücher durchlas und die Bibliothek meiner Schule mich mit Lesestoff versorgte, entstand bei mir die
Liebe zu Büchern und Geschichten, die mich bis heute nicht losgelassen hat, auch wenn ich jetzt viel weniger Bücher lese als früher. Der Computer ist einfach zu ablenkend und beinhaltet auch
Geschichten, die ich teilweise nicht in Büchern finden kann (Fanfictions). So lese ich zwar immer noch genauso viel wie früher, aber weniger Bücher.