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Buchnotizen

Prange, Peter: Die Gottessucherin

21. Mai 2010 , Geschrieben von Karen Veröffentlicht in #Historische Romane

Im Prolog, der 1497 in Lissabon spielt, wird man Zeuge einer Massentaufe von Juden auf der Praca do Rossio. Der König  möchte seinen Traum von einer iberischen Großmacht mit der Heirat der spanischen   Prinzessin Isabella besiegeln. Isabella soll häßlich wie die Nacht sein und unglaublich fromm. Sie heiratet ihn  nur, wenn er alle Krummnasen seines Landes verweist.  Der König weiß, dass sein Handel zusammenbricht, dass er sich seiner fleißigsten und geschicktesten Handwerker berauben würde, wenn er diesem Wunsch  nachkäme. So kommt es zur Massentaufe.  Viele Männer töten ihre Familien und danach sich selbst.  Phillipa und ihre Mutter überleben. Später erzählt Phillipa ihrer Tochter Gracia an ihrem zwölften Geburtstag von diesem Tag.  Noch immer leben sie in  Lissabon als sogenannte Marranen. Sie  praktizieren den christlichen Glauben zum Schein und führen ein Doppelleben. Im Verborgenen existiert die jüdische Gemeinde weiter. Soll Francesco Mendes, einen reichen Kaufmann heiraten. Für  sie ist er aber nur ein Heuchler, der für die  Vorteile, die  der König ihm bietet seinen Glauben verrät. Sie will als Nidda, als Unreine in die Ehe gehen und sich ihm so verweigern. Das soll der Weg ihres Protestes sein. Bei der Hochzeitsfeier zeigt sie sich hochmütig und kühl. Der Verdacht, dass spitzel in der  Hochzeitsgesellschaft weilen wird laut. Die Kirche sammelt Beweise, die  die Existenz  der  jüdischen Gemeinde bekunden und die Inquisition nach sich  ziehen würde. Der  Spitzel wird gefasst  und getötet. Seine Leiche verschwindet in einer Jauchegrube. In der selben Nacht   verführt Francesco seine junge Braut  mit dem Hohelied Salomons. Sie gesteht  ihm  ihre  Unreinheit nicht. Am Morgen nach der Hochzeit   wird er zu dringenden Geschäften an den  Hof gerufen. Sollte der Leichnam mit geheimen Dokumenten gefunden worden sein? Sie wollte  ihm eigentlich alles gestehen. Er kann ihr Beharren auf seiner Anwesenheit nicht nachvollziehen, verspricht  ihr, sich zu beeilen.  Doch sie beharrt weiter. In dem Augenblick beschließt er,  sie nicht in seine  Geheimnisse einzuweihen....spannend ist es sehr und noch mehr als 600 Seiten folgen. 

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