"Chamäleon Cacho" - Ein Roman aus Argentinien von Rául Argemi
Durch ein Blitzlicht eines Fotografen erwacht im Krankenhaus ein Mann. Er puzzelt sich zusammen, was geschah. Ein Autounfall "am Arsch der Welt" irgendwo in einem Provinznest am Andengebirge in Argentinien. Er stieg mit einem Journalistenkollegen nach einem gemeinsamen Umtrunk in einen Wagen. Ist er gefahren? Immer wieder kommen Polizisten. Ziemlich tölpelhafte Kerle, durch die er manches über seinen Nachbarn erfährt. Auch die Schwestern erzählen ihm von dem Mann mit den schweren Verbrennungen. Das Jagdfieber ist bei dem völlig bewegungslosen Journalisten erwacht - eine Exklusivgeschichte über den verrückten Marquez, der auf einer Farm ein Massaker angerichtet habensoll, um ihnen den Teufel auszutreiben. Mit Euphorie macht er sich daran "ihm Würmer aus der Nase zu ziehen". Immer wieder wird die Geschichte des Marquez eingeblendet und man sieht ihn unter einem Araukarienbaum. Dann ist man bei Cacho im Schlafzimmer, der von seiner Türglocke geweckt wird....für mich sind diese Einblendungen und die Art und Wese des Erzählens interessant. Der Roman hat 150 Seiten und ist beim Unionsverlag erschienen. Einige Seiten mit Antworten des Autors zum Buch sind auch enthalten.