gedichte
Hermann Hesse: Stufen
Stufen Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern. Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um...
Jorge Luis Borges (möglicherweise?): Das Wesentliche
„Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, im Nächsten Leben, würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen. Ich würde nicht so perfekt sein wollen, ich würde mich mehr Entspannen. Ich wäre ein bisschen verrückter, als ich es gewesen bin, ich würde viel...
Herbstgedanken 2
Sommerendgedanken Fett und satt kommt sie zu Ruhe in goldenem Glanz, leicht staubig und müde. Der Sommerhektik entflohen, die letzten Sonnenstrahlen im Straßenkcafé genießend. Die Kälte des Morgens kündet vom nahenden Herbst. In der Wärme des Mittags...
In meinem Kopf
Die Gedanken fallen aus allen Ecken über mich her. Sie triumphieren und jubeln, überschlagen sich , treten sich gegenseitig auf die Füße, fallen sich ins Wort. Chaos Geschrei Schluß. Aufhören. möchte ich schreien. Doch ich taumle mit. Das Glück - unfaßbar:...
Türen öffnen
Räume betreten ohne Scheu und aufmerksam vorwärts gehend Neues erfahrend jäh reißt der Boden auf und verschwindet im Nichts Abstürzen, den freien Fall spüren schreien fallen, fallen Was fängt dich? Trägt dich? Und wieder Türen öffnen der Sturz der kommen...
Rainer Maria Rilke (aus "GEDICHTE 1906 bis 1926 ")
Rainer Maria Rilke (aus "GEDICHTE 1906 bis 1926 ") WUNDERLICHES Wort: die Zeit vertreiben! Sie zu halten, wäre das Problem. Denn, wen ängstigts nicht: wo ist ein Bleiben, wo ein endlich Sein in alledem? - Sieh, der Tag verlangsamt sich, entgegen jenem...