Anna Enquist: Letzte Reise
Anna Enquists Art zu Schreiben finde ich wunderbar, sie erzählt facettenreich und fesselnd. Wer kennt schon die Frauen an der Seite der großen Männer, die Gescichte schrieben. So ist es auch bei Elizabeth Cook, deren Mann drei große Weltreisen machte. Sie bliebt zurück mit dem Alltag, den Kindern, ihrem Sterben, ihrer Sehnsucht und ihrer Liebe zu ihrem Ehemann. Immer wieder warten. Nach der zweiten Reise ist ihre Hoffnung groß, dass James nun zu Hause bleibt. Sein Ruhm ist groß, die Stelle eines Kommandeurs des Marinehospitals verspricht dies. Nach dem Tod ihres Sohes George, wird sie wieder und wieder an das kurze Leben ihrer Tochter erinnert. Der große Sohn hat seine Kiste gepackt, um ganz selbverständlich zur Seefahrtschule zu gehen. Ihr zweiter Junge spielt Geige. Ihn sieht sie nicht mit der selben Selbverständlichkeit diesen Weg gehen. Und sie ist wieder schwanger.