Kurt Bracharz: Für reife Leser
Voller Spannung erwartete ich die Lektüre dieses Buches der besonderen Art und nun langweilt es mich manchmal. Doch ich greife wieder zu diesem Tagebuch. Enttäuscht bin ich dennoch nicht. Im Vorwort beschließt ein Autor, dem nichts mehr so recht aus der Feder fließen will, aber der das Lesen über alles liebt, Notizen zur Lektüre von 12 Büchern zu machen. Dieser Gedanke zog mich an, denn ich teile diese Leidenschaft für das Lesen. Nur leider kenne ich keines der 12 Bücher, was meine Leselust nun manchmal merklich dämpft. Aber auf diese Bücher wird nur kurz eingegangen. Alltägliches wird geschildert, Gedanken zu Ereignissen, Filmen, Ausstellungen, Comics. Es finden sich Zitate aus Briefen, kleine Kommentare zu Artikeln usw. usw. Man erfährt etwas über die Klolektüre und einiges zu Goya und Dalí bis hin zur Folter. Selten ist eine Eintragung länger als 2 Seiten, oft ist es nur eine halbe pro Tag. Da ist es nicht so schlimm, wenn ich mit Dingen konfrontiert bin, die mich nicht interessieren, oder die ich nicht kenne. Es wird sehr viel Wissen transportiert und alles in einem Plauderton, die Langeweile schnell vergessen macht.